Der Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt im Rahmen seines Projekts VOICE, Flüchtlingen durch Betriebsbesichtigungen Einblicke in die Berufspraxis. Dabei besuchten die Flüchtlinge schon den Duschkabinenhersteller Reichel KG aus Dautphetal und die Gebäudereinigungsfirma Fischbach GmbH in Marburg. Jetzt organisierte der Landkreis eine weitere Informationstour für rund 20 Flüchtlinge aus dem VOICE-Projekt und besuchte in Marburg eine Baustelle der Firma Gade – Schlüsselfertigbau GmbH.

Dort wurden sie zunächst von Erstem Kreisbeigeordneten Marian Zachow und Dr. Frank Hüttemann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises herzlich begrüßt. Henning Enenkel, selbst Auszubildender bei der Firma Gade, zeigte die einzelnen Gewerke, die für ein gelungenes Bauprojekt optimal koordiniert werden müssen: Von den Maurerarbeiten bis zum handwerklichen Finish an Wänden und Boden. Nach der Baubesichtigung wurde den Flüchtlingen am Werkhof ´07 in Kirchhain-Großseelheim die notwendige planerische Vorarbeit erläutert. Dipl.-Ing. Mario Watzlawek, einer der Partner am Werkhof, präsentierte Skizzen und Pläne, die zu dem Bauprojekt in Marburg geführt haben und erläuterte die einzelnen Planungsschritte von der ersten Idee über die verschiedenen Bauantrags- und Genehmigungsschritte bis hin zur Umsetzung: „Wir sind am Werkhof eine Gemeinschaft von spezialisierten Unternehmen, die seit vielen Jahren Hand in Hand arbeiten“, so Watzlawek.

Zachow zeigte sich sehr erfreut über das Engagement der Firmen: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Flüchtlinge möglichst schnell dabei zu unterstützen, konkrete und realistische Berufsperspektiven zu entwickeln. Dabei ist der Blick in die deutsche Arbeitswelt von sehr großer Bedeutung. Die positive Resonanz bei unseren Flüchtlingen zeigt deutlich, dass wir uns mit unseren VOICE-Angeboten auf dem richtigen Weg befinden. Wir begrüßen deshalb auch die Bereitschaft des Werkhofs, bei der Integration der Flüchtlinge helfen zu wollen.“

Die Flüchtlinge zeigten sich sehr interessiert und haben bei dem Termin erste direkte Kontakte zu Unternehmen knüpfen können. Die Gruppe wurde begleitet von Dipl.-Kfm. Michael Bessell, einem der Geschäftsführer des gesamten Partnernetzes am Werkhof. „Gemeinsam mit dem Landkreis wollen wir ein Programm entwickeln, durch das wir uns den Flüchtlingen öffnen. Insgesamt gibt es über 80 Werkhof-Unternehmen“, so Bessell.

In zahlreichen Gesprächen schilderten einige Flüchtlinge auch die teilweise dramatischen Hintergründe der Flucht aus ihren Heimatländern. Ein gelernter Maurer, der vom Tode bedroht mit seiner Frau und seinen vier Kindern flüchten konnte, erklärt seine wichtigsten Wünsche so: „Ich möchte gern wieder arbeiten und eine gute Zukunft für meine Familie haben“, noch auf Englisch, da er erst am Anfang seines Deutschkurses ist. Auch hier ist der Landkreis aktiv und führt neben dem VOICE Projekt Sprachkurse durch, um diese zunächst wichtigste Barriere in den deutschen Arbeitsmarkt zu beseitigen.

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Auf einer Baustelle der Firma Gade – Schlüsselfertigbau GmbH in Marburg konnten Flüchtlinge interessante Einblicke in die Berufspraxis erfahren.

Foto: Landkreis

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Michael Bessell (rechts stehend), erläuterte den Flüchtlingen im Großseelheimer Werkhof 07 die Vorgehensweise bei Bauprojekten der Firma Gade – Schlüsselfertigbau GmbH .

Foto: Landkreis

Unter dem Motto „Architektur hat Bestand“ fand am letzten Juni-Wochenende 2015 der

  1. Tag der Architektur statt, bei dem allein in Hessen 140 Bauwerke besichtigt werden konnten.

Zwei interessante Projekte quasi direkt vor unserer Haustür möchte ich kurz vorstellen:

Neubau der Johanniter Luftrettung, Margaretenhütte, Gießen Architekten – ASP Planungs- und Bauleitungs-Gesellschaft mbH, Kassel; Bauherr – Die Johanniter

Die Führung durch die Rettungsleitstelle vermittelte nicht nur umfassend die Ideen und Konzepte der Architekten, sondern ebenso interessante Einblicke in die Abläufe des Tag und Nacht einsatzbereiten Intensiv- Transporthubschraubers „Christoph Gießen“.

Die mit einer Fußbodenheizung ausgestattete Start- und Landeplattform befindet sich ebenso wie der Hangar 10 Meter über dem Geländeniveau, um alle Sicherheitsabstände zu benachbarten Gebäuden einzuhalten und eine schnelle Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Die um 20° geneigte Fassade resultiert aus dem nach oben zunehmenden Raumvolumen der Nutzungsebenen und ist durch die Gestaltung in der Signalfarbe der Johanniter weithin sichtbar.

Blogbeitrag Ortwein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Lahnfenster Hessen“ – Gewässer-Informationszentrum, Zu den Mühlen, Gießen Architekten – Archidee, Gießen; Bauherr – Regierungspräsidium Gießen

Die Fischaufstiegsanlage am Wehr der Klinkel’schen Mühle wurde bereits im Jahr 2007 mit einer Beobachtungsstation mit großen Scheiben zum Fischwanderweg und zur Unterwasserwelt der Lahn erbaut. Im Jahr 2014 wurde der Besucherraum modernisiert und durch eine überdachte Aussichtsplattform sowie einen Pavillon für Schulungen, Vorträge und Ausstellungen erweitert. Die Architektur des Gebäudes setzt einen modernen Kontrapunkt vor das denkmalgeschützte ehemalige Mühlengebäude und fügt sich trotzdem harmonisch in die Uferlandschaft ein.

Ein Besuch mit Führung, auch für Familien, ist sehr zu empfehlen.

  Blogbeitrag Ortwein

Weitere Objekte können unter www.akh.de in der Rubrik „Baukultur“ abgerufen werden.

Hiltrud Ortwein Dipl. Ing. Innenarchitektin AKH

 

 

 

 

Ab dem 1. Oktober 2015 können Arbeitnehmer den Antrag auf Bildung eines Freibetrags (Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahren) für einen Zeitraum von längstens zwei Kalenderjahren mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 bei ihrem Wohnsitzfinanzamt stellen.

Für einen Verlustvortrag gilt in den Fällen, in denen ein Steuerzahler nicht zur Abgabe von Steuererklärungen verpflichtet ist (sog. Antragsveranlagung), in Summe eine Verjährungsfrist von sieben Jahren. Festgestellte Verlustvorträge können dann mit späteren positiven Einkünften steuermindernd verrechnet werden.

Weiterführende Informationen finden Sie in der aktuellen Blitzlicht-Ausgabe.

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